Expeditionskreuzfahrten
Hier geht es um das Kennenlernen der Natur mit ihren extremen Klimabedingungen sowie der Tierwelt mit ihren Lebensräumen. Einige Veranstalter halten kleinere Schiffe für Expeditionen in fast unerschlossene Gebiete. Diese Kreuzfahrtschiffe sind in der Regel viel kleiner und überschaubarer als die großen Luxusliner, denn diese Schiffe müssen geringeren Tiefgang haben und führen spezielle Ausrüstungen. Wer mehr Wert auf Komfort legt, sollte größere Schiffe wählen. Wer mehr vom Land und den Tieren sehen will, sollte eher die kleineren Expeditionsschiffe buchen. In Anlehnung an Forschungsreisen werden Expeditionsseefahrten oft von Lektoren begleitet, die sachkundige Vorträge und Informationen über die Reiseroute und das Thema liefern. Die meisten Expeditionsschiffe führen Zodiacs (Schlauchboote) mit, die bis zu 10 Passagiere an Bord nehmen können. So können im Norden Pinguine, Wale und Seevögel aus nächster Nähe beobachtet werden. Expeditionsschiffe bieten Natur und Naturgewalten pur.
Ein Spezialgebiet sind zum Beispiel die Galapagos Inseln. Die Parkverwaltung des geschützten Naturparks lässt nur kleine Schiffe in das Seegebiet, andere Reisearten auf diese Inseln sind praktisch ausgeschlossen. Entsprechende Kreuzfahrtyachten sind die MS Xpeditions von Celebrity Cruises oder die MS Eclipse von der Reederei Sea Days. An Bord gibt es erfahrene Reisebegleiter, die die einzigartige Natur der Galapagos hervorragend erläutern können.
Auch Hapag Lloyd hat mit der MS Bremen ein Kreuzfahrtschiff der Sonderklasse. Sie ist das Kreuzfahrtschiff mit der höchsten Eisklasse – sie bringt ihre Passagiere ins ewige Eis der Antarktis. Mit kleinen Beibooten geht es dann „ans Land“ um seltene Tiere oder einfach nur die Landschaft zu erleben. Die nächste Steigerung ist nur noch der Eisbrecher MS Yamal der Murmansk Shipping Companie. Sie wird für Expeditionen zum Nordpol eingesetzt. Neben den Wissenschaftlern können auch Passagiere mitfahren.
Ein weiteres Expeditionsschiff der Hapag Lloyd ist die MS Hanseatic. Aufgrund des geringen Tiefgangs können mit ihr viele Regionen befahren werden, wo andere Kreuzfahrtschiffe nicht passieren können. So kann man mit ihnen den Amazonas bereisen oder Routen in nordamerikanischen Seen befahren werden.
Die Bremen und die Hanseatic gehören zu den Arktistauglichen Kreuzfahrern mit hohem Komfort. Die MS Fram ist das jüngste Expeditionsschiff der Hurtigruten-Flotte. Ziele wie Grönland, Antarktis und Spitzbergen ermöglichen dem Passagier, sich auf die Spuren berühmter Polarforscher zu begeben und großartige Eisgletscher in hellen Arktisnächten auf sich wirken zu lassen. Es warten Robben und Eisbären am Nordpol, oder Pinguine und Wale in der Antarktis.
Der letzte Vorschlag ist zwar keine richtige Expedition, aber was besonderes ist es allemal. Mit der Ti Moana von Bora Bora Curuises fährt man einsame, unbewohnte Südseeinseln an. Es sind nie mehr als 40 Passagiere und eine servile Crew an Bord. Mit dem Jetski kann man dann auf die Inseln fahren. Bora Bora Cruises ist eine der bekanntesten Honeymoon-Cruises (Hochzeitsreisen-Anbieter).
